Der Steinfurther Musiksommer ist gestartet

24. September, 19 Uhr: “No war” Klavierkonzert mit Eva Maria Schachtschneider

24 Pieces for Children op. 25 von Viktor Kosenko, 2. Klaviersonate von Sergej Rachmaninow und 4. Klaviersonate von Sergej Prokofjew “No war!” ein hochvirtuoses Programm mit Werken zweier russischer und eines ukrainischen Komponisten. Viele russische Staatsangehörige haben Verwandte in der Ukraine und umgekehrt. Beide Länder haben grossartige Künstlerinnen und Musiker hervorgebracht, die grosse Mehrheit der in der Kulturszene aktiven gebürtigen Russen und Russinen weltweit verurteilt Putins Angriffskrieg und ist zutiefst erschüttert über die Ereignisse. Lasst uns auf keinen Fall aufkeimende feindliche Tendenzen oder verallgemeinernden Rassismus gegen “die Russen” dulden und lasst uns Frieden, Liebe und Verbindung zwischen russischen und ukrainischen Menschen fördern. Lisa Maria Schachtschneider selbst wurde in ihrer Studienzeit wesentlich durch den Einfluss verschiedener grossartiger russischer Professoren und Lehrerinnen der sogenannten “Russischen Klavierschule” geprägt. 

Sergei Prokofjew: Piano Sonata No. 4 in C minor, Op. 29, composed in 1917 (1891-1953)
Viktor Kosenko: 24 Pieces for Children op.25, composed in 1936 (1896-1938)
Sergei Rachmaninow: Piano Sonata No. 2 in B flat minor, Op. 36, version 1931 (1873-1943)

Einlass für die Veranstaltungen ab 17 Uhr mit der Möglichkeit zum Picknick in und um den Treckerschuppen. Eintritt 25 €, ermässigt für Rentner 15 €, für Schüler und Studenten 10 €. Kartenreservierung: karten@kulturhaus-steinfurth.de

Kulturhaus Steinfurth Treckerschuppen 
16. September 2022, 19 Uhr Premiere von BALANCE
Weitere Aufführungen: 17. und 18. September; 22. und 23. Oktober jeweils um 19 Uhr
Kartenreservierung unter: karten@kulturhaus-steinfurth.de


BALANCE. Echtzeitkomposition und Tanzperformance
Mathias Bartoszewski – künstlerische Leitung und visuelles Konzept
Choreografie – Barbara Buck
Tanz – Sophie Hauenherm
Elisa Bartoszewski – Echtzeitkomposition Orgel und Klavier
Komposition und Musikproduktion – Fabian Suske
Die mitwirkenden Künstler haben verschiedene Hintergründe, persönlich wie professionell. Der Musikproduzent und Komponist Fabian Suske ist in der Pop Musik verwurzelt, Elisa Bartoszewski hingegen im Barock. Jeweils dort finden sie Inspiration. Mathias Bartoszewski arbeitet intuitiv mit inneren Bildern, Sophie Hauenherm und Barbara Buck nach strukturierter Choreografie und inspiriert von Musik.
Sophie Hauenherm
Außerhalb ihrer künstlerischen Komfortzone machen sie sich auf neue Wege in Kommunikation und Zusammenarbeit. Sie müssen auf eine intuitive Kommunikation und Improvisation zurückzugreifen. Sichtbar wird das in der Bühneninstallation, instabil und beweglich. Die Bühnenfläche kann aus der Horizontale zu einer Wand aufgeklappt werden. Die Tänzerin Sophie hat einen wichtigen Teil ihrer erlernten und trainierten tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten durch eine Querschnittslähmung verloren. Sie sucht nach neuen Ausdrucksformen und Körpersprache außerhalb der tänzerischen Traditionen, der eigenen Prägung und persönlichen Erfahrung. Hängend, kletternd, wippend und tanzend nähert sie sich einer tänzerischen Balance. Interaktive Projektionen mit animierten Grafiken geben innere und äußere Realität wieder. Loslassen auf einer wackligen Bühnen, hin und hergerissen von Musik und Bildern findet und verliert die Tänzerin ihre Balance und findet sie wieder. Es ist ein nicht endender individueller und gesellschaftlicher Prozess.

Am 6. und 7. August gab es zwei Konzerte “Von der Heilkraft der Musik” mit Installationen von Mathias Bartoszewski, die genial mit den Kompositionen von Elisa Bartoszewski harmonierten, ebenso die Instrumente: Elisa Bartoszewski Piano/Orgel; Lilly Paddags Saxophon; Maria Matilla Cello; Fabian Suske Gitarre/Orgel. Die Spiel- und Improvisationslust wurden vom Publikum mit viel Beifall aufgenommen.

Von der Heilkraft der Musik

Am 13. August begeisterte Doris Hädrich, am Piano begleitet von Kerstin Simon, unter dem Motto “Sehnsucht nach Italien” das Publikum und nahm es auf eine musikalische Reise mit. Wunderbare Lieder und Arien, die meisten davon mehr oder weniger bekannt, hatte Frau Hädrich für diesen Abend ausgesucht und führte in witziger Weise durch das Programm.

Am 20. August gab Janita-Madeleine Wiesbacher ein Klavierkonzert mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Clara Schumann, Claude Debussy und George Gershwin, die sie mit großer Virtuosität interpretierte. Sie teilte mit dem Publikum ihre Gedanken und Gefühle, die sie beim Spiel dieser Musik bewegen. Ein wunderbarer Abend!

Janita-Madeleine Wiesbacher

Weitere Veranstaltungen:

27. August, 19 Uhr: Songs und Geschichten mit Erika Spencer Klavier und Gesang: alternativer Pop mit Einflüssen aus Jazz und Chanson

Erika Spencer

3. September, 19 Uhr: Maja Taube Harfe Solo: vom rauschenden Harfenklang bis hin zur fremdartigen Schönheit eines mit Filz, Kork und Nylonstrümpfen präparierten Instruments

Maja Taube

4., 10. und 11. September, 19 Uhr: Von der Heilkraft der Musik

16., 17. und 18. September, 19 Uhr: Balance: Improvisationskonzert und Tanzperformace Barbara Buck – Choreographie; Mathias Bartoszewski – Installation und visuelles Konzept; Sophie Hauenherm – Tanz; Elisa Bartoszewski – Orgel/Klavier; Lilly Paddags – Saxophon

25. September, 19 Uhr: “Von der Heilkraft der Musik” einfällt.

Veröffentlicht von

Ursula

30 Jahre meines Lebens verbrachte ich in Leipzig, holte nach Abschluss der 10. Klasse und neben meiner Tätigkeit als Buchhändlerin in der Internationalen Buchhandlung Leipzig das Abitur an der Volkshochschule nach und studierte anschließend Germanistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Neun Semester später wurde ich als wissenschaftliche Assistentin in der Literaturwissenschaft der Universität Greifswald mit dem Ziel zu promovieren, eingestellt. Meine Dissertation über den Satiriker des 17. Jahrhunderts, Johann Michael Moscherosch, verteidigte ich 1987. Zu der Zeit arbeitete ich in der Fachbibliothek des Historischen Instituts. Von 1988 bis 1990 lebte ich mit meinem Mann in Vilnius und lehrte als Sprachlektorin an der Universität Vilnius. Nach unserer Rückkehr arbeitete ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Greifswald, ab 1993 dann als Leiterin des Zentralen Prüfungsamtes der Universität Greifswald. Seit einiger Zeit bin ich im Unruhestand und beschäftige mich mit verschiedenen Themen, zunächst mit dem Leben meines Großvaters mütterlicherseits, Franz van Himbergen, nun mit Caroline von Bismarck Bohlen. Aber auch das Leben in der Gemeinde Karlsburg, insbesondere aber das Steinfurther Dorfleben liegt mir in besonderer Weise am Herzen. Aus diesen Gründen habe ich diese Website eröffnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.